3:2 - Ice Tigers gewinnen Spitzenspiel in Köln!

Drei Spiele, drei Siege - so lautete die Bilanz beider Teams vor dem Spitzenspiel der DEL am Sonntagnachmittag zwischen den Kölner Haien und den THOMAS SABO Ice Tigers. Beim Team von Rob Wilson musste sich Patrick Köppchen wegen einer Rippenprellung abmelden, für ihn rückte Marcus Weber zurück in die Abwehr und Patrick Buzas zurück ins Team. Vor nur 8.328 Zuschauern in der Kölner Lanxess Arena erwischten die Haie den besseren Start und gingen bereits nach 35 Sekunden in Führung, profitierten dabei aber von einem Zuordnungsfehler in der Hintermannschaft der Ice Tigers. Ben Hanowski war das herzlich egal, er kam im Slot frei zum Abschluss und traf aus dem Handgelenk genau in den Winkel - 1:0 für Köln. Die Ice Tigers hatten ihre erste gute Möglichkeit über Dane Fox, der von links kommend zum Tor zog und aufs lange Eck schoss, aber an Kölns Torhüter Gustaf Wesslau scheiterte (3.). In einem temporeichen Spiel waren es dann erneut die Haie und ihr Anhang, die jubeln durften. Sebastian Uvira kam mit Tempo über die linke Seite, spitzelte den Puck vorbei an Tom Gilbert und überwand Andreas Jenike flach mit der Rückhand durch die Schoner - 2:0 für Köln (10.). Gegen Mitte des ersten Drittels übernahm Nürnberg mehr und mehr das Kommando und machte praktisch alles richtig, ohne allerdings Tore zu schießen. Brandon Segal (12.), Leo Pföderl (14.) und Phil Dupuis (19.) konnten Wesslau allesamt nicht überwinden, so dass es nach 20 Minuten beim 0:2 aus Nürnberger Sicht blieb.

Die Ice Tigers nahmen den Schwung aus dem ersten Drittel mit in den Mittelabschnitt und hatten nun klar mehr vom Spiel. Yasin Ehliz bediente Steven Reinprecht mit einem präzisen Querpass über die gesamte Eisfläche, Steven Reinprecht zog von der linken Seite ab, Wesslau hielt die Scheibe aber sicher (23.). Auch die nächste hochkarätige Chance gehörte den Ice Tigers: Tom Gilbert schickte Petr Pohl mit einem weiten Pass auf die Reise, Pohl verzögerte den Schuss und spielte im richtigen Moment quer, Marius Möchel kam zum Abschluss, konnte Wesslau aber ebenfalls nicht überwinden (24.). Nur wenige Momente später tauchte Taylor Aronson frei vor Wesslau auf, Wesslau pflückte Aronsons Schuss aber mit der Fanghand runter (25.). In der 28. Minute kamen die Ice Tigers dann aber zum längst überfälligen Anschlusstreffer: Aronson leitete den Angriff selbst ein, spielte auf die linke Seite zu Steven Reinprecht und zog zum Tor. Reinprecht spielte quer auf Aronson, der Wesslau zum Abpraller zwang. Yasin Ehliz rückte mit auf und drückte den Nachschuss zum 1:2 aus Nürnberger Sicht über die Linie. Leo Pföderl verpasste den Ausgleich mit einem schönen Solo (32.), in der 33. Minute egalisierten die Ice Tigers die Partie dann aber endlich: Patrick Reimer kam mit Tempo über die rechte Seite, täuschte einen Schlagschuss an und spielte so perfekt quer, dass Brandon Segal nur noch einschieben musste - 2:2. 

Doch damit noch nicht genug: Keine Minute später gingen die Ice Tigers unter dem Jubel der mehr als 50 mitgereisten Fans sogar in Führung. Yasin Ehliz blockte einen Kölner Schuss und leitete den Konter damit selbst ein. Brett Festerling schoss schließlich von der blauen Linie, der Puck wurde unterwegs abgefälscht und landete vor der Kelle von Steven Reinprecht, der zur 3:2-Führung abstaubte. Mit einem Drittel nahe an der Perfektion machten die Ice Tigers aus einem 0:2-Rückstand eine 3:2-Führung. Im letzten Drittel spielten die Ice Tigers nicht auf "Halten", sondern weiter nach vorne und ließen die starke Offensive der Haie deshalb gar nicht erst zur Entfaltung kommen. In der 46. Minute schoss Patrick Buzas von der linken Seite, Wesslau ließ abprallen, Petr Pohl zielte mit der Rückhand aber am Tor vorbei. Erst in der 47. Minute hatten die Haie ihre erste Möglichkeit im Schlussabschnitt, Dylan Wruck schoss aber weit übers Tor. Auch die folgende Unterzahlsituation überstanden die Ice Tigers schadlos und blieben zu jedem Zeitpunkt hochkonzentriert. Wirklich gefährlich wurden die Haie auch zum Ende des Spiels nicht mehr, weil die Ice Tigers defensiv bärenstark agierten. In der 59. Minute leistete sich Shawn Lalonde im eigenen Drittel einen Stockschlag und nahm seinem Team damit die letzte Chance auf den Ausgleich. Die Ice Tigers spielten die Uhr sicher runter und durften sich über einen verdienten 3:2-Sieg im Spitzenspiel freuen.

Mit vier Siegen aus vier Spielen geht es für die THOMAS SABO Ice Tigers am Freitag zu den Augsburger Panthern, ehe am Sonntag um 16.30 Uhr das nächste Heimspiel gegen die Adler Mannheim auf dem Programm steht.

Stimmen zum Spiel:

Rob Wilson (Nürnberg): Es ist immer schwierig, in Köln zu gewinnen. Ich bin zufrieden mit unserem ersten Drittel, wir haben gut gespielt und hatten nur ein wenig Pech. Wir haben in der ersten Drittelpause eine Kleinigkeit umgestellt, das hat sehr gut funktioniert. Wir haben das Momentum bekommen und aufrecht erhalten. Im letzten Drittel haben wir sehr solide gegen ein sehr gutes Team gespielt.

Cory Clouston (Köln): Im ersten Drittel gab es gute Dinge auf beiden Seiten. Wir haben unsere Chancen gut ausgenutzt. Im zweiten Drittel haben wir gedacht, wir sind besser als wir eigentlich sind. Wir haben es bisher nicht geschafft, drei Drittel gut zu spielen. Nürnberg hat ein sehr gutes Team, da muss man mehr als 40 Minuten gut spielen, um zu gewinnen.

 

  1. 2. 3. OT PS Ergebnis
Kölner Haie 2 0 0 - - 2
Ice Tigers 0 3 0 - - 3

 

Tore:
Spielstand Zeit Torschütze 1. Assistent 2. Assistent Bemerkung
1:0 00:35 Hanowski Shugg
2:0 09:19 Uvira Latta Eriksson
2:1 27:30 Ehliz Aronson Reinprecht
2:2 31:53 Segal Reimer
2:3 32:44 Reinprecht Ehliz Festerling
Strafen:
Kölner Haie 6 Min
Ice Tigers 6 Min
Allgemeine Informationen:
Zuschauer: 8328
Schiedsrichter: Daniel Piechaczek, Rainer Köttstorfer